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Frage:
15.03.2020
Frage:
Hallo Herr Köpfer,
was dedeutet " Im Block geprüft" ?
Antwort:
Antwort:
"Im Block geprüft" bedeutet, dass dem Prüfer eine größere Einheit einer solchen Marke als 4er-, 6er- oder größerem Block zur Prüfung vorgelegt wurde. Wenn die Prüfung die Echtheit feststellt, werden die einzelnen Marken unter Hinweis auf "den Block" und die qualitativen Merkmale (tief oder höher gepfüft) gekennzeichnet.

Der Auftraggeber kann diesen Block nun auftrennen und die Marken einzeln als " im Block" geprüft weiter veräußern. So erscheinen dann BPP-geprüfte Marken im Markt, die, dem Prüfer einzeln vorgelegt, als nicht prüfbar eingestuft worden wären - also nichts für Stempelästheten!


Frage:
10.03.2020
Hallo Herr Köpfer, ich suche weiterhin den Nachtrag zu den Bogenzählern von Berlin.Besteht evtl. die Möglichkeit diesen über diese Seite zu organisieren. Kosten für den Artikel und Versand würde ich selbstverständlich übernehmen. Vielen Dank für Ihre Bemühungen im Voraus
Antwort:
Antwort:
Der Autor, Günther Schwarz, veröffentlicht in seinen Katatlogen seine Telefonnummer, die 02102 / 8 17 31 - also anrufen und bestellen.
Frage:
05.03.2020
Frage:
Hallo Herr Koepfer,

bei Ebay ist gerade folgendes Angebot zu finden: https://www.ebay.de/itm/Berlin-Schwarzaufdruck-Nr-1-20-gestempelt-gepr-BPP-Michel-2-400-Euro/174210499802?hash=item288fc144da:g:qooAAOSwScNeX9Pd

Ich frage mich, ob die Stempel bei den Markwerten - vor allem bei 1 Mark und bei 5 Mark tatsächlich prüfbar sind? Wie würden Sie einen Kurzbefund bei einem solchen Stempelbild grundsätzlich einordnen (von der auffällig schlechten Qualität des Fotos des Kurzbefundes im vorliegenden Fall mal noch ganz abgesehen...). Ist es grundsätzlich möglich, dass ein Prüfer solche Stempelabdrücke als echt erkennen kann, oder muss man da von vorneherein von (höchstwahrscheinlich) gefälscht ausgehen. Vielen Dank und viele Grüße!
Antwort:
Antwort:
Da stimmt garnichts: Der Kurzbefund ist nur ein Fragment, eine Beurteilung des Prüfers nicht zu sehen, die Marken sind allesamt schlecht, und wie ich meine, nicht prüfbar gestempelt, wohl bewußt miserabel abgebildet, kein Prüfzeichen wird gezeigt und der Preis scheint als reine Abzocke im Bereich "schnäppchenhafte Verführung" anzusiedeln zu sein - schlicht und einfach wertloser, nicht sammelwürdiger Schrott.
Frage:
02.03.2020
Frage:
Sehr geehrter Herr Koepfer,

Welche Berlin 12 Stempel sind nicht Versandstellenstempel? Ist die Liste der Versandstellenstempel im Wikepediaeintrag zur Berliner Postgeschichte komplett oder gibts es noch mehr Berlin 12 Versandstempel?
Antwort:
Mir "fehlen" die Berlin-12-gestempelten Vergleichsstücke um schlüssig herausfinden zu können, welche Versandstellenstempel und welche die Stempel des normalen Postamts 12 sind.

Ich habe für mich eine Lösung gefunden, die auf keinen Fall falsch sein kann: Ich sammle Berlin-12-gestempelt nur Briefe und lasse ansonsten Berlin-12-gestempelte Einzelmarken und Einheiten unbeachtet. So bin ich mir sicher, dass die Stücke vom normalen Postamt abgefertigt wurden und ich keine klimmzugartigen Erklärungen suchen muß, die Marken schön- bzw. sammelnswert zu reden.

Sollte sich ein Sammler die Mühe gemacht haben, die Berlin-12-Stempel mal zu selektieren, wäre ich natürlich gerne bereit, dies zu veröffentlichen.
Frage:
25.02.2020
Frage:
Wie entstehen die Farbbalken an den Rändern von Briefmarken
Antwort:
Antwort:
Zitat aus Günther Schwarz Handbuch philatelistischer Fachbegriffe "Auch der Bogenrand ist interessant" - das jedem ernsthaften Sammler nur wärmstens emfohlen werden kann:

"Diese sind bei Odr.-Ausgaben von April 1965 bis Juni 1969 am Bogenrand sichtbar. Danach wurden diese zwar weiter verwendet, aber so zum Rand der Druckbögen gelegt, dass sie beim Zuschnitt vom Druckbogen zum Schalterbogen abgeschnitten wurden. Ihre Anzahl ist identisch mit den zum Druck verwendeten Farben im Odr. und dienen der Ansteuerung der Druckwerke."

Im genannten Buch sind viele Beispiele abgebildet. Anfragen bzw. Bestellungen an den Autor sind unter "gschwarz@aol.com" möglich.
Frage:
15.02.2020
Frage:
Hallo H. Köpfer,
wo finde ich eine Farbtabelle für die Leerfelder von Rollenmarken?
Viele Grüße aus Essen

Detlef
Antwort:
Antwort:
Der Michel Handbuch-Katalog Rollenmarken Deutschand ist hierfür, das ist nichts Neues, unabdingbar. Darüber hinaus bleibt nur die Erfahrung aus dem eigenen Sammeln. Am besten schafft man sich diese "Farbtabelle" aus den kleinen, also billigen RE-Werten selbst, die man hie und da als RE 1+4 sogar auf Brief findet. Dann wird sich, das ist zumindest meine Erfahrung, sehr schnell spezielles Wissen für dieses spannende Spezialgebiet ansammeln.
Frage:
07.01.2020
Frage:
Hallo Herr Köpfer, was ist Ihnen wichtiger beim Stempel: der Ort oder das Datum?
Grüße
Arndt
Antwort:
Antwort:
Der saubere, zentrische Vollstempel erfüllt fast alle philatelistischen Ansprüche.

Aber Ihre Frage ist berechtigt, denn der ist die Ausnahme und somit das höchste, aber nicht einziges bzw. unbedingtes Ziel unseres Hobbys.

Auch andere saubere Stempel sind sammelwürdig, müssen aber auf jeden Fall immer ein lesbares Datum aufweisen, da sonst Manipulationen Tür und Tor geöffnet wären.

Bei Berlin kommt hinzu, dass der Berliner Stempel eines normalen Postamts erkennbar, die Marke(n) also nicht von der / einer Versandstelle gestempelt sein sollte(n).

Auch bei mir sind nicht alle Stempel zentrisch - habe die allerdings gekennzeichnet und suche nach besseren Stücken. Ein weiterer Spaßfaktor.
Frage:
29.12.2019
Werter Herr Köpfer, bisweilen schaue ich mal in Ihren Ratgeber und möchte Sie für Ihre nimmermüde Aufklärungsarbeit dem weniger kundigen Sammler gegenüber loben.
Was mir allerdings immer wieder auffällt, ist, daß Sie dermaßen auf zentrisch gestempelte Marken fixiert sind. Die von Ihnen von Mal zu Mal gezeigten Marken, sind mit dem sauber und zentrisch abgeschlagenen Stempeln schön anzusehen, aber glauben Sie wirklich, daß das nicht nach "Machwerk" aussieht ? Das spiegelt doch keinesfalls den "Alltag" am Schalter wieder . Was sollen erst die US- und Kanada- Sammler sagen, die schon froh sind, daß der Maschinenstempel nicht voll "reinhaut" - sollen sie dann die Marken wegschmeißen ?! Dasselbe bei den DR - Marken - so hatte doch kein Mensch gestempelt . Im Gegenteil - ein nicht ganz so exakter Stempel, ist doch auf seine Art viel "ehrlicher", als ein zart aufgehauchter Rundstempel, oder ? Mit freundlichem Gruß Th.W.
Antwort:
Glauben und Wissen!

Ich weiß, dass mitunter 500.000 ETB, hunderttausende FDC und alle von Sammlern bei den Versandstellen gekauften, gestempelten Neuausgaben Machwerk sind. Ebenso die von vielen Versandhändlern in großen Mengen produzierten "Raritäten" - zum Schaden der Sammler. Mehr als ein halbes Jahrhundert haben "kundige" Sammler millionenfach diese "wunderbaren" und bequehmen Quellen genutzt, um "tolle und wertvolle Sammlungen in teuren Alben zusammengetragen" (nicht gesucht, nicht gesammelt). Diese Generation ist zwischenzeitlich alt geworden (ich gehöre auch dazu), möchte ihre "Raritäten", oft geplant als Altersvorsorge,  weitergeben - aber da ist niemand. Die Vereine sind überaltert und jeder dieser hunderttausenden Sammler hat die gleiche Sammlung, nichts, was der andere braucht, nichts, das die Augen zum Leuchten bringt.

Ja, und dann ist da noch der Sammler. der am Postschalter in Kiel, Konstanz, auf Sylt, Rügen, in Dresden oder Freiburg einen oder zwei Briefumschläge an einen Sammlerfreund mit der Bitte aufgibt, sie schön zentrisch zu stempeln. Bei der Gelegenheit läßt er noch einen weiteren Satz schön stempeln - und ist mit seinem Hobby glücklich. Er braucht niemanden, der ihm überteuerten Schrott verkauft, niemanden der vorschreibt, wie er sammeln soll.

Machwerk? Was wäre die Philatelie heute ohne die Phantasie von Sammlern? Wo wären die wunderschönen von Sammlern geschaffenen alten Briefe?

Wenn ich  Briefmarken nur wegen ihrer Aussage, ihrer Visualität sammle, sonst nichts wichtig ist, dann setze ich mich an einen Wühltisch eines "Großtauschtages" und kann innerhalb kürzester Zeit und kostenlos ganze Jahrgänge komplettieren, "einen einfachen Anspruch" erfüllen. Dann ist es auch nicht wichtig, dass alle Zähne vorhanden sind, der Stempel lesbar und zeitgerecht und von wem auch immer abgeschlagen wurde. Und ich muß auch nicht darüber nachdenken,was später einmal mit meiner "Sammlung" geschehen kann oder soll.

Das soll keine Polemik sein, sondern nur die Bandbreite unseres Hobbys aufzeigen, innerhalb der sich jeder Einzelne tummeln kann, wie es ihm gefällt.

Wenn ich von zentrischen Stempeln spreche, dann von einem für mich zu erreichenden, erreichbaren Idealzustand. Davor liegt viel Mögliches und auch Empfehlenswertes. Ich denke, auch Sie haben Visionen / Ziele, die sich an den (für mich nicht erreichbaren) großen Raritäten der Philatelie orientieren. Und ich glaube, dass es für jeden Sammler eine Ebene gibt, wo er sich einklinken kann, von wo aus er sich Ziele definieren kann, Ziele, die Erfolg in Aussicht stellen, Ziele, die in der Spitze schwer, aber doch erreichbar sind, wodurch ein ganz besonderer Reiz entsteht.

Um nochmals vom Glauben zu sprechen: ich glaube nicht, daß die Philatelie untergeht, ich glaube im Gegenteil, dass sie neu erblühen wird - nur nicht mit denen und durch die, die heute ihren Niedergang betreiben.
Frage:
28.12.2019
Guten Tag Herr Köpfer,
zunächst einmal vielen Dank für Ihre guten Beiträge und Ratschläge zum Briefmarkensammeln.
Ich habe in einem kürzlich erworbenen Album eine ganze Reihe von postfrischen bzw. gestempelten Marken mit Gummierung vorgefunden, die sich beim Entnehmen sehr stark zusammengerollt haben. Dies kannte ich bisher in dieser Form nur beim Ablösen von neueren Ausgaben der Bundesrepublik. Haben Sie eine Idee, woran das liegen könnte?

Freundliche Grüße
Reinhard
Antwort:
Mir fallen da zwei mögliche Ursachen ein:
1. die Marken wurden falsch gelagert, u.U zu hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt oder
2. wahrscheinlicher, die Marken wurden nachgummiert. Je nachdem, wie "wertvoll" der Inhalt dieses Albums ist, würde ich mal etwas an einen Prüfer schicken um diese unangenehme Möglichkeit vielleicht auszuschließen. Unangenehm deshalb, weil Sammlungen kaum reklamiert werden können.
Frage:
16.12.2019
was heisst tiefst geprüft
Antwort:
Wird eine Briefmarke / Objekt geprüft,äußert sich der Prüfer auf unterschiedliche Weise. Eine Art ist die, auf dem Prüfobjekt ein Prüfzeichen anzubringen, mit dem z.B. dessen Echtheit bestätigt wird. Je nach dem wie es angebracht wird, kann man darüber hinaus die Qualität der Marke / des Objektes erkennen. Setzt bei normal gestempelten oder postfrischen Marken der Prüfstempel rückseitig (rechts oder links) direkt an der Zähnung (tiefst geprüft) an, bedeutet das "beste Qualität". Je weiter dieses Signum von der Zähnung "wegwandert", desto schlechter ist die Qualität.

Ich empfehle nur best-, also tiefstgeprüfte Marken zu sammeln, denn nur sie sind begehrt. Im Umkehrschluß heißt das auch, dem Prüfer nur augenscheinlich absolut einwandfreie Marken zur Prüfung vorzulegen.

Beachtet werden muß außerdem, dass der Prüfer die Qualität des Stempels nicht bewertet - das sollte die Aufgabe des Sammlers sein, auf zentrische Stempel von normalen Postämtern zu achten.

Und noch ein Hinweis darauf, dass auf meinen Seiten die meisten Fragen schon beantwortet sind - also lesen, lesen, lesen.
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